Fürstin der Finsternis
Prometisch jagt sie durch die kühle Nacht.
Ihre Wut, ihr Hass sind auch noch wach.
Sie fegt geschwind durch diese alte Stadt,
die schon viel schlimmes Leid gesehen hat.
In ihren Augen funkeln Gier und Tod.
Sucht und Grausamkeit sind auch nicht weit.
Den Feind erkannt, zum Schlag ist sie bereit.
Sie zielt und trifft, die Erde färbt sich rot.
Ihr Schleier Nacht verhüllt Gesicht und Leib.
Vorsicht! Achtung! Keiner verschont bleibt.
König, Sklave, alle sind sie bleich.
Mensch und Tier vergehen muss zugleich.
Die alte Wirtschaftsordnung geht zu Grund‘.
Niemand sah das off‘ne Tor zum Abgrund.
Aus düst‘rem Höllenschlund sie uns heimsucht.
Bestattungsinstitute ausgebucht.
Anarchisten, Pessimisten, steh’n
bereit zu helfen ihr beim global fight.
Hektisch vorwärts stürmt das Heer zum Sieg.
Plündern, morden und zerstör‘n geschieht.
Liegt schließlich alles tot zu ihrem Fuß,
die Fürstin selbst vergehen muss.
Danach ihre Lebenskraft neu alles erschafft.
Niemals versiegt die Quelle ihrer Macht.
© besserwisserboy86, 20. Februar 2009.